Glück auf vier Pfoten
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Pflege und Gesundheit

Man kann mit Fug und Recht behaupten, dass der Mini ein pflegeleichter Hund ist. Der Aufwand, den Sie für die Fellpflege betreiben müssen, ist kaum nennenswert. Trotzdem: Ganz ohne Pflege geht es nicht, wenn Sie Ihren Hund gesund halten wollen.

Fellpflege

Wenn es um ein sauberes Haarkleid geht, haben Sie mit Ihrem Mini kaum Aufwand. Ja, er ist sogar quasi selbstreinigend! Dreck und Sand fallen dank seines kurzen Fells einfach ab. Hartnäckige Verschmutzungen lassen sich ganz leicht mit einer Bürste oder einem Gummistriegel entfernen. Wo wir gerade dabei sind: Gummistriegel! Das ist ein Utensil, das Sie unbedingt kaufen sollten, Ihr Bulli wird es lieben. Zweimal im Jahr kommt es zu einem Fellwechsel. Mit dem Striegel lösen sie die Haare und lassen Ihrem Vierbeiner auch noch eine überaus beliebte und angenehme Massage angedeihen. Die Massage dürfen Sie übrigens auch gerne das ganze Jahr über als Verwöhnprogramm ohne weiteren Nutzen anwenden.

Zur Reinigung von Ballen und Krallen (z. B. nach dem Spaziergang durch Matsch und Dreck) eignet sich eine ausrangierte Nagelbürste vorzüglich.

Ab und zu wird Ihr Bullterrier sicherlich zu einem kleinen Stinker. Gewöhnen Sie ihn also schon als Welpe an die Dusche oder die Badewanne. Ein sich windender, glitschiger Bulli in der Wanne ist kein Spaß und es kann gefährlich werden, wenn der Hund auf dem glatten Boden der Duschwanne ausrutscht. Mein Tipp: Wenn Sie keine Anti-Rutsch-Matte haben, legen Sie einfach ein Küchenhandtuch in die Wanne und lassen dann das Wasser warm laufen. Das Handtuch gibt dem Hund genug Halt und die warme Dusche wird ein lästiges, aber durchaus erträgliches Happening.

Augen, Ohren und Po

Etwas mehr Aufmerksamkeit verdienen die Augen Ihres Lieblings. Bullterrier neigen aufgrund ihrer Augenform zu Entzündungen, die sich recht gut behandeln lassen. Bitte lassen Sie die Erkrankung vom Tierarzt abklären, denn hinter einer harmlos erscheinenden Bindehautentzündung kann auch eine PLL-Erkrankung stecken.

Und auch die Ohren müssen hier besonders erwähnt werden. Die Öhrchen des Bullis sind zwar „Stehohren“ und ermöglichen so eine gute Durchlüftung, andererseits kann durch diese offene Form auch viel in die Ohren gelangen, was dort nicht hingehört.

Reinigen Sie daher regelmäßig, aber nicht zu häufig!!  - die äußere Ohrmuschel (bitte benutzen Sie keine Q-Tipps!) und kontrollieren Sie die Ohren. Wenn Sie Verfärbungen, krümeliges Ohrenschmalz, häufiges Kopfschütteln und Ohrenkratzen feststellen, machen Sie sofort einen Termin beim Tierarzt aus. Mit Ohrenentzündungen ist nicht zu spaßen! Sie sind schmerzhaft und können bis zum Gehörverlust und zu Schädigungen der Gesichtsnerven führen.

Ein weiterer Auslöser für Ohrenentzündungen kann insbesondere bei Allergiker-Hunden auch getreidehaltiges Futter sein. Und auch ohne Futtermittelallergie: Kohlehydrate werden zu Zucker verstoffwechselt. Und Zucker bietet den besten Nährboden jede Form von Bakterien oder Pilzinfektionen, die je ins Hundeohr gelangen.

Getreide gehört ohnehin nicht in den Futternapf, obwohl die Industrie Getreide häufig als günstiges Füllmittel einsetzt. Gesündere und vollwertige Futteralternativen bietet z. B. der Hersteller Wolfsblut.

Alles für den Ar…: Minis sind – wie an anderer Stelle schon einmal erwähnt – nicht besonders biegsam oder gelenkig. Durch die kräftige Körperform benötigen Sie etwas Unterstützung bei der Intimpflege. Reinigen Sie nach dem Gassigehen den Po: Entweder mit Babyfeuchttüchern oder mit Klopapier und ein paar Tropfen Öl. Ein dreckiger Popo juckt nämlich und so halten Sie ihren Liebling davon ab, mit dem Hintern über ihre helle Auslegware zu rutschen.

Zähneputzen beim Hund

Ein Thema, das von vielen Hundehaltern kontrovers diskutiert wird. Ob man seinem Hund die Zähne putzt oder nicht, sollte natürlich jedem Halter selbst überlassen sein. Fakt ist aber: Zahnstein ist nicht nur ein kosmetisches Problem. Hunde mit Zahnstein stinken aus dem Maul (das ist nicht schön für Herrchen und Frauchen) und darüber hinaus kann Zahnstein schwerwiegenden Entzündungen verursachen, die in der Folge zu Zahnverlust führen und sogar den Kieferknochen angreifen können. Dass das schmerzhaft ist, brauche ich an dieser Stelle sicherlich nicht erwähnen. Bei fortgeschrittener Zahnsteinbildung hilft nur der Gang zum Tierarzt: Dem Veterinärmediziner bleibt nichts anderes, als die Ablagerungen unter Vollnarkose zu entfernen.

Doch soweit muss es gar nicht kommen. Gewöhnt man seinen Hund schon im Welpenalter an das Zähneputzen, können sich gar keine Plaques ablagern und Zahnstein hat keine Chance. Übrigens: Vertrauen Sie in dieser Hinsicht nicht der Werbung! Es ist nicht ausreichend, dem Hund einmal pro Woche einen Zahnpflege-Kauartikel bereit zu stellen und die Zahnpflege dabei zu belassen. Gerade ein Mini Bullterrier knabbert so einen „Dental-Stick“ innerhalb weniger Minuten auf und dabei nutzt er nicht alle Zähne!

Wie gewöhne ich meinen Hund ans Zähneputzen?

Für den Anfang haben sich Silikonfingerlinge bewährt. Die sind geschmacksneutral und weich und bergen daher keinerlei Verletzungsgefahr. Jedenfalls nicht für den Welpen. Für Sie sieht das anders aus. So ein Gummifinger verleitet die kleine Schnappschildkröte natürlich dazu, ordentlich zuzubeißen. Trotzdem: Übung macht den Meister. Üben sie auch ab und zu beim Kuscheln auf dem Sofa, das Mäulchen Ihres Welpen zu öffnen, aufzuhalten, reinzugucken. Je öfter Sie am Hundemaul „rumfummeln“, je eher wird das toleriert und akzeptiert.

Ist die Prozedur Normalität für Ihre Fellnase geworden, kommt die Hundezahnpasta hinzu. Diese gibt es in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Achten Sie darauf, dass Sie die Paste auch wirklich zum Putzen verwenden und Ihr Mini nicht schon vorher alles von der Bürste schlabbert. Auch hier gilt: Übung macht den Meister!

Produkte, die dabei helfen sollen, Plaque und Zahnstein zu bekämpfen:

Plaque-off: Dieses Produkt verspricht, Plaque und Zahnstein über den Blutkreislauf zu vermindern. Dazu gibt man lediglich die erforderliche Menge (Fütterungsempfehlung beachten!) ins Futter. Der Hund muss sich erst an den Geschmack des Pulvers gewöhnen (es riecht fischig, da ein Hauptbestandteil Algen sind). Danach ist die Futterakzeptanz gut.

Zahnverzauberer: Harte Futterkroketten, die wie ein Leckerchen zu geben sind. Sie bestehen aus Kokosnuss und Rohasche und sollen sowohl beim Zerkauen die Zähne von Belägen befreien, als auch über den Blutkreislauf wirken. Die Futterakzeptanz ist hoch.